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„Das ist behindert!“ Vorurteile, falsche Vorstellungen und was man dagegen tun kann

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Unter diesem Titel fand am 18. Mai 2017 erstmals in Kärnten eine öffentliche Sitzung des Monitoringausschusses statt.

Rund 100 Personen nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Anliegen kund zu tun. Zumal sich für viele Kärnterinnen und Kärntner erstmalig die Möglichkeit bot an einer öffentlichen Sitzung des Monitoringausschusses teilzunehmen, waren die Erwartungen dementsprechend hoch.

Leider kam die Diskussion aber nicht so richtig in Gang. Auch kam das eigentliche Thema der Veranstaltung – die Darstellung bzw. die Sicht behinderter Menschen in der Öffentlichkeit – nicht wirklich zur Geltung. Dank der Präsentation von Maria Pernegger zum Projekt „Mediale Inszenierung von Menschen mit Behinderungen in Massenmedien“ gab es schließlich dennoch einige Wortmeldungen zum eigentlichen Sitzungsthema.

Insgesamt ergab die Sitzung für mit behindertenrelevanten Themen befasste Personen nicht sehr viel Neues, bekannte Mängel in der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wurden aufgezeigt und erläutert.

Trotzallem war es wichtig und gut, erstmals auch in Kärnten eine öffentliche Monitoringausschuss-Sitzung abzuhalten. Wünschenswert wäre, dass dies nicht die letzte in Kärnten war bzw., dass es bald auch einen unabhängigen Monotoringausschuss in Kärnten geben wird.

Das Veranstaltungsprotokoll wird in ca. drei Wochen über die Homepage MonitoringAusschuss.at abrufbar sein.

Projektpräsentation: Geschichte der Behindertenbewegung in Österreich 1945 – 2008

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9. Juni 2017 | 18:00 – 20:00 Uhr | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Raum I.1.43

Die Geschichte der SELBSTBESTIMMT LEBEN BEWEGUNG ist in Österreich, aber auch international bisher nicht systematisch aufgearbeitet worden. Nunmehr hat sich eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern an den Universitäten Innsbruck und Wien dieser Aufgabe gewidmet und ein Dokumentationsarchiv zur Geschichte dieser Bewegung und ihrer Auseinandersetzung mit der Behindertenpolitik in Österreich erstellt.

Nach Präsentationen in Salzburg und Wien wird das Projekt nun auch in Klagenfurt vorgestellt.

Die öffentliche Präsentation wird durch Volker Schönwiese (Univ.-Prof. i.R.) im Rahmen seiner an der Universität Klagenfurt stattfindenden Lehrveranstaltung erfolgen.

Das Beratungs-, Mobilitäts- und Kompetenzzentrum sowie das Institut für Erziehungwissenschaft und Bildungsforschung laden dazu herzlichst ein!

ZERO Project Landeskonferenz Kärnten

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Die Essl Foundation und autArK laden zur ZERO Project Landeskonferenz Kärnten zum Thema „Selbstbestimmt Leben“ am 22. April 2015 ein.

„In der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist auch der Themenbereich Selbstbestimmtes Leben genannt.
In der Zero Project Austria-Landeskonferenz Kärnten werden bestehende und funktionierende Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen präsentiert.
Das Bewusstsein für innovative Praktiken und Richtlinien, die eine selbständige Lebensführung von Menschen mit Behinderungen ermöglichen, soll erhöht werden.
Menschen mit Behinderungen, die ein Interesse an Möglichkeiten zur Selbstvertretung haben, können neues Wissen erwerben.
Mit nationalen und internationalen Vorträgen und Diskussionen wird ein wichtiger Impuls gesetzt.“
 
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Barrierefreiheit für alle ist gewährleistet.
Detaillierte Informationen zur Veranstaltung und alle Anmeldemodalitäten folgen in Kürze.

Flyer Zero-Project Landeskonferenz

Ein Jahr lang mit dem Rollstuhl durch Mexiko und Zentralamerika

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Das BMKz veranstaltet gemeinsam mit dem Sozialreferat der ÖH Klagenfurt und dem Servicecenter Integriert Studieren folgenden außergewöhnlichen Reisevortrag von Victoria Reitter & Reinfried Blaha:

Ein Jahr lang mit dem Rollstuhl durch Mexiko und Zentralamerika
5. November 2014, 19:00 Uhr
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, z.1.29 (Oman-Saal)

Von 2010 bis 2011 waren wir ein Jahr lang mit dem Rollstuhl von Mexiko bis Nicaragua unterwegs, mitunter Regionen der Welt, wo Barrierefreiheit nicht nur sprachlich ein Fremdwort ist. In dem Reisevortrag erzählen wir anhand unserer Bilder und Videos von den fast täglich neuen Herausforderungen, von Zweifel und Verzweiflung, von Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft, Lebensfreude und von unserem wachsenden Vertrauen in die Lösbarkeit jedes neuen Problems. Vor einem kurz umrissenen geschichtlichen und sozialökonomischen Hintergrund berichten wir von einem Abenteuer, das uns teilweise weit abseits der üblichen Touristenwege an Orte führte, die wahrscheinlich vor uns noch nie einen Menschen im Rollstuhl gesehen haben, bis zum Schluss (am gefühlten Ende der Welt) der Rollstuhl scheinbar irreparabel zusammenbricht…

Download: Flyer

Workshop: Selbstverteidigung mit & ohne Behinderung

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Das BMKz veranstaltet vom 25.-26. Juli in der Turnhalle des Universitätssportinstituts der AAU Klagenfurt ein Kampfkunst – Selbstverteidigungswochenende für Menschen mit und ohne Behinderungen.

Viele Menschen mit Behinderung haben ein sehr geringes Selbstbewusstsein. Viele haben daher auch Angst z.B. alleine in der Stadt zu sein, denn sie wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, wenn Ihnen jemand “dumm kommt”. “Ich kann mich ja doch nicht wehren” ist dabei ein häufiger Gedanke. Dass es jedoch meist gar nicht darum geht aktiv zu kämpfen oder sich zur Wehr zu setzen, wissen die wenigsten. Es reicht häufig schon aus, selbstbewusster durch die Straßen zu gehen, um nicht das ängstliche perfekte Opfer zu sein.
Wie man mehr Selbstbewusstsein erlangen kann und wozu der eigene Körper trotz Einschränkungen in der Lage ist, wird Dirk Tannert den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Workshop vermitteln. Dirk Tannert ist Shaolin Kempo Trainer und bietet bereits seit Jahren in Potsdam integrative Selbstverteidigungskurse an.
Interessierte mit und ohne Behinderungen haben die Möglichkeit, sich bis 20. Juli 2014 per Email (pa@bmkz.org) anzumelden. Es ist ein Selbstbehalt von € 15,–/Person zu Beginn der Veranstaltung zu entrichten.

Wien: Offene Uni

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Der Arbeitsbereich Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik des Instituts für Bildungswissenschaft an der Uni Wien führt von 10. – 13. Juni 2014 die Veranstaltung “Offene Uni” durch.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Menschen mit Lernschwierigkeiten und Studierende der Bildungswissenschaft und soll Einblick in die Forschungstätigkeiten des Arbeitsbereichs geben. Ein gemeinsamer Austausch sowie gegenseitiges Lernen voneinander im Rahmen von Workshops, Diskussionsrunden und Lehrveranstaltungen sind das Ziel der Veranstaltung.

Nähere Details: Programm offene uni

Arbeitsgruppe im BMASK zur Persönlichen Assistenz

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Das Sozialministerium hat eine Arbeitsgruppe installiert, die über eine bundeseinheitliche Regelung zur Persönlichen Assistenz berät. Es wird versucht eine 15a-Vereinbarung mit den Ländern zu erzielen. Mitglieder in diesem Gremium sind neben Vertreterinnen und Vertretern des Sozialministeriums, Ländervertreterinnen und -vertreter sowie Menschen mit Behinderungen aus den Bundesländern und Interessensgruppen. Bisher fanden acht Sitzungen statt, an den letzten beiden waren auch behinderte Menschen eingeladen.

Ein Buch nimmt die Angst

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Rezension von Marion Sigot | Das Mut-Buch. Lebensgeschichten von Frauen und Männern mit Lernschwierigkeiten. Hg. von Selbstbestimmt Leben Innsbruck – Wibs, AG Spak 2012 | Veröffentlicht in: Stimme. Zeitschrift der Initiative Minderheiten, Nr. 85, 2012

Das Mut-Buch gibt Menschen, die in unserer Gesellschaft oft nicht gehört werden, eine Stimme! In der Publikation erzählen Frauen und Männer mit Lernschwierigkeiten, also Personen, die in unserer Gesellschaft als “geistig behindert” bezeichnet wurden und werden und diesen Begriff als diskriminierend und stigmatisierend für sich ablehnen, über ihr Leben. Sie berichten jeweils unter einem Pseudonym über “Erfolge” und “Probleme”, um anderen Menschen mit Lernschwierigkeiten Mut zu machen.

Die vielfältigen negativen Erfahrungen reichen vom Absprechen von Ressourcen, dem Behandelt-Werden wie ein Kind im Erwachsenenalter bis hin zu erlebten Diskriminierungen und Fremdbestimmung. Bei den Schilderungen wird deutlich, dass “das Beste” aus Sicht des sozialen Umfeldes häufig konträr zu den Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen ist. So führt Agatha Müller (S. 21f.) aus, dass sie beim Eintritt in ein Behindertenheim aus mangelndem Wissen über Alternativen selbst glaubte, es sei das Beste für sie. Eindringlich auch die Erzählung von Sebastian Siemaier über die ?Dunkelhaft? und Strafen wie Stockschläge im Behindertenheim bei ?unkeuschem Verhalten? (S. 44f.).

Mut machen die Schritte in Richtung Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. So erzählt Elfriede Brauner (S. 59f.), wie sie nach schwierigen Erfahrungen in Kindheit und Jugend durch ressourcenorientierte Unterstützung in einer WG Arbeit bei einer Firma gefunden hat und bei Bedarf von ihrer Assistentin unterstützt wird. Daneben erfährt sie in einer Selbstvertretungsgruppe Rückhalt.

Kurt Halbeisen (S. 60f.) berichtet über seine Tätigkeit in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderungen, in der er nur ein Taschengeld bekam und über seine nunmehrige Tätigkeit in einer Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen, wofür er gerecht entlohnt wird. Er wohnt nun auch selbständig, geht gerne in die Disco, hat eine Freundin und viel an Selbstvertrauen dazu gewonnen. Er erzählt, dass er “jetzt keine Angst mehr vor dem Selberbestimmen” hat und sich auch zu Wort meldet.

Das Mut-Buch ermutigt in vielerlei Hinsicht. Vielleicht kann es neben der Sensibilisierung einer breiteren Öffentlichkeit über die Anliegen von Menschen von Lernschwierigkeiten sein größter Verdienst werden, dass es Ängste bei diesen auflösen helfen kann. Etwa die Angst, sich jemandem anzuvertrauen, über jemanden aus dem sozialen Umfeld etwas zu erzählen und diese Person dadurch zu “verraten” (S. 7).

Ich möchte das Mut-Buch allen Menschen – Menschen mit Lernschwierigkeiten, MitarbeiterInnen  in Institutionen und Initiativen, Angehörigen, WissenschafterInnen, Studierenden und nicht zuletzt PolitikerInnen wärmstens empfehlen!

Dr.in Marion Sigot, Abteilung für Sozial- und Integrationspädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Alpen Adria Universität Klagenfurt

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